Eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer/in dauert normalerweise 36 Monate. Die Umschulung bei der
AWL umfasst für dieses Berufsbild mit IHK-Abschluss nur 23 Monate.
Wie ist das möglich?
Die Umschulung kombiniert Fachunterricht, betriebliche Praxis in Unternehmen der Region, Förder-
unterricht und Praxiscoaching.
Grundseminar: Dauer 4 Monate
In der ersten Phase, dem Grundseminar, werden die Grundlagen des Ausbildungsberufes im praxis-
nahem Vollzeitunterricht vermittelt, so dass die Umschüler in Unternehmen gleich konkrete Aufgaben
übernehmen können. Die Lerngruppe absolviert auch in dieser Zeit die Führerscheinausbildung C/CE, die für die praktische Ausbildung in den Unternehmen von zentraler Bedeutung ist. Regelmäßige, kleine Lernerfolgskontrollen sind fester Bestandteil des pädagogischen Konzepts, denn sie ermöglichen Rück-
schlüsse auf den Lerntyp, zusätzlichen Förderbedarf und erleichtern die Zuordnung zu den Praxisunter-
nehmen. Außerdem helfen sie, Prüfungssituationen langfristig vorzubereiten.
Praxisphase, duale Phase, Fachseminar: Dauer 19 Monate
Das Fachseminar verbindet betriebliche Praxis in den Partnerunternehmen und die Vermittlung fach-
theoretischer Kenntnisse im Blockunterricht miteinander (duales System) und schließt mit der schrift-
lichen Prüfung vor der IHK ab. Längere Blockzeiten ermöglichen, dass die relativ langen betrieblichen Phasen (in der Regel 8 Wochen) im Wechsel mit dem theoretischen Vollzeitunterricht es ermöglicht, die
Umschüler in die betrieblichen Abläufe und längeren Fahrstrecken zu integrieren. Während dieser Zeit absolvieren die Umschüler auch die Gabelstaplerausbildung und Gefahrgutschulung, um Ihre Einsatz-
möglichkeiten im Unternehmen zu erweitern.
Praktikumscoaching: während der gesamten Praxisphase
Der Praxiscoach hält zu den Firmen, in denen die Teilnehmer ihre betrieblichen Ausbildungsphasen
absolvieren, über die gesamte betriebliche Ausbildungszeit ständigen Kontakt. In Gesprächen mit dem
betrieblichen Ausbilder erkennt er ggf. zusätzlichen Förderbedarf und ggf. auch Schwierigkeiten in der
sozialen Integration. Er ist Ansprechpartner bei der Verbindung der praktischen Ausbildungsinhalte mit
neuen theoretischen Kenntnissen oder auch bei verwaltungstechnischen Abwicklungen. Der Praxis-
coach sorgt für die Kommunikation von Umschülern, Unternehmen, Trainern und Dozenten, der Bera-
tungsfachkraft, dem Jobcenter.